Kirchengemeinde

Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu öffnen

Die Kirchengemeinde Behlendorf gehört zur Ev.luth. Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf. Sie ist eine Lübsche Landgemeinde in Lauenburg und Teil des Kirchenkreises Lübeck der Nordelbischen Ev.luth.Kirche.

Die Behlendorfer Kirche ist eine der beiden noch verbliebenen echten Lübecker Landkirchen in der Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf.

Die Stadt Lübeck kaufte 1424 den Hof Behlendorf mit dem gleichnamigen Dorf und einigen anderen Dörfern, die heute zur Ratzeburger Kirchengemeinde St. Geogsberg gehören, vom Knappen Volkwin Grönow. Seit dieser Zeit gehört die Behlendorfer Pfarre zur Lübecker Kirche, seit der Gründung der Nordelbischen Kirche zum Kirchenkreis Lübeck.
Heute bilden die vier Dörfer des alten Kirchspiels Behlendorf zusammen mit den 12 Dörfern des alten Kirchspiels Nusse die Kirchengemeinde Nusse—Behlendorf.

Dieser kleine Führer durch unsere alte Dorfkirche soll sie Ihnen mit ihren Kunstschätzen ein wenig näher bringen.

geschrieben 1985 von Pastor C. Christen.

Zur Zeit von Pastor Philipp Caspar Lamprecht (frühes 18. Jahrhundert) wurde dieses Kirchensiegel von "Baehlendorf" für alle beurkundeten Schriften verwendet. Ob die Behlendorfer Kirche tatsächlich einmal der Abbildung ähnelte, ist unbekannt.
Behlendorfer Kirchensiegel

Überblick:
Nähere urkundliche Hinweise auf die Bauzeit der Kirche sind nicht vorhanden, mit der Errichtung der Kirche ist aber um die Mitte des 13. Jahrhunderts zu rechnen.
Am 6.Mai 1660 wurde an der westlichen Gibelseite ein hölzerner Glockenturm vollendet, der 1893 aus statischen Gründen durch den jetzigen Glockenturm ersetzt wurde. 1866 erfolgte eine umfangreiche Instandsetzung der Kirche.

Altar:
Der jetzige Altaraufsatz, eine frühbarocke Arbeit, wurde 1635 von der Witwe des ein Jahr zuvor verstorbenen Pächters des Hofes Behlendorf, Bernhard Brosius, Katharina, geb. Warendorp, gestiftet.
Zwei von geschwungenen Konsolen getragene korinthische Säulen, zu deren Seiten zwei weibliche Gestalten, Sinnbilder des Glaubens und der Hoffnung, aufgestellt sind, stützen das nach außen zu in geschweiften Formen verlaufende Gebälk, auf dessen Deckplatte barockes Schlingwerk die Wappen der Familien Brosius (drei silberne Maiglöckchenstauden in rotem Felde auf grünem SchildfuB)und Warendorp umschließt.
Fünf Putten mit Marterwerkzeugen,die auf das Leiden Christi verweisen, krönen den Aufbau. Auf dem Mittelbild kniet das Ehepaar Brosius mit ihren drei Kindern vor dem gekreuzigten Jesus. Zwei der Töchter, die linke und rechte werden zur Zeit der Stiftung schon verstorben sein, was ihre Bekleidung mit dem weißen Leichenhemd vermuten läßt.
Das untere Bild zeigt Jesu letztes Abendmahl.

Kanzel:
Die Kanzel stammt aus der gleichen Zeit wie der Altaraufsatz, hat aber noch Reneissancecharakter. Die Brüstung wird den Statuetten des segnenden Heilands und der vier Evangelisten umschlossen. An der Basis sind wie am Altar die Wappen der Familien Brosius und Warendorp angebracht.
1901 wurde der aus dem Jahr 1701 stammende schwarze Anstrich durch den ursprünglichen braunen Holzton ersetzt.

Taufstein:
Die jetzige Taufe aus Holz wurde in den fünfziger Jahren vom Segeberger Holzschnitzer Plath aus einem Balken der abgebrochenen alten Pfarrscheune geschnitzt.
Der ursprüngliche kelchförmige Taufstein aus der Entstehungszeit der Kirche, besteht aus gotländischem Kalkstein und stammt wahrscheinlich aus Wisby.
Er wurde 1701 durch einen Taufengel ersetzt und danach lange Zeit in der Behlendorfer Schmiede zum Kühlen glühender Radreifen benutzt. 1882 wurde er vom kulturhistorischen Museum Lübeck gekauft und ist heute im Lübecker St.-Annen-Museum zu besichtigen.

Bemalung: 
Von der figürlichen Bemalung ist nur der auf der Gewölbekappe oberhalb des Altars erhaltene segnende Christus in einer Mandola mit angeschlossenen Evangelistenzeichen zu sehen.
Mehrere andere Figuren sind übermalt worden. Die ornamentale Bemalung auf den Rippen—und Stirnbögen, sowie auf den Fenstereinfassungen stammen aus der Frühgotik, während die Ausmalung der inneren Fläche des Triumphbogens aus der Spätrenaissance stammt.

Glasmalereien:
In den beiden seitlichen Chorfenstern und in den beiden benachbarten Fenstern des Langhauses sind aus dem Jahr 1603 datierte Wappen vornehmlich Lübecker Bürger erhalten.

Epitaphien:
An der Nordseite des Chorraumes hängt das Epitaph der Familie Bilefelt. Johann Bilefelt war 1627—58 Pastor in Behlendorf und hat das Epitaph 1640 zu Ehren seiner Kinder gestiftet.
Die ganze Familie kniet vor dem von Maria und Johannes betrauerten, gekreuzigten Heiland zwischen den beiden Schächern.
Im Hintergrund ist Jerusalem zu sehen.
Gegenüber diesem Epitaph hängt an der Südseite des Chorraumes das Epitaph fur den 1714 nach Behlendorf berufenen und 1748 verstorbenen Pastor Matthias Meyer.

Bilder:
Das an der nördlichen Chorwand hängende Bild zeigt den nach erst 23 Wochen Dienst 1670 in Behlendorf gestorbenen Pastor Magister Nikolaus Schoef, das an der südlichen Chorwand Carl J. Amann Pastor in Behlendorf 1876—1912.

Innenansicht

Zum Starten klicken Sie auf das Bedienung-Feld in der Mitte!

Um die Innenansicht der Kirche zu sehen, muß das Flash-Plugin installiert sein, was wohl mittlerweile beinahe Standard ist. Die Innenansichten wurden an einem Nachmittag aufgenommen. Sie bestehen  aus 6 Einzelaufnahmen pro Raum (mit einem 8mm Fischauge fotografiert). Die Nacharbeit an den zusammengestetzten Bildern nahm mehrere Tage in Anspruch und das "Programmieren" und Einbauen der Informationen (von denen mit der Zeit noch mehr folgen sollen) brauchte schließlich noch mehrere Wochen! 

Insgesammt hat das Projekt eine Größe von 166 MB. Die Bilder werden aber nicht in einem Stück geladen, sondern immer nur der Teil, den man gerade betrachtet. Für den Vollbild-Modus benötigt man einen einigermaßen aktuellen Rechner.

Die Bedienung sollte größtenteils selbsterklärend sein. Direktes Springen in einen Raum ist über die Grundriss-Karte auch möglich.

Falls Sie noch mehr Details sehen und erleben möchten, besuchen Sie doch einfach einen unserer Gottesdienste!


Adressen

<h2>Pastorat und Kirchenbüro</h2> <h2>Pastor Torsten Reimer</h2>
Mühlenstr 2, 23919 Behlendorf<br />Bürozeiten:<br />Di, 9:00 bis 12:00 Uhr Mühlenstr 2, 23919 Behlendorf<br />T: 04544/340
Tel. + Fax: 04544/340 http://www.nusse-behlendorf.de
<h2>Friedhofswart</h2> <h2>Kirchenmusikerin</h2>
Claas Gräning<br />04544/1299 Heidi Arnold<br />04544/477