Ein Bannfluch droht bei Mißachtung einer achthundert Jahre alten Urkunde

Insgesamt fünfundzwanzig heutigentags zum Kreis Herzogtum Lauenburg gehörende Gemeinden und Dörfer sind 1194 zum ersten Male in einer Urkunde erwähnt worden. Der damalige Bischof von Ratzeburg hatte diese Orte in jenen Tagen nachweislich auf der Rechnung - was ganz wortwörtlich gemeint ist.

Im einzelnen handelt es sich um Alt Mölln, Bälau - damals Belowe genannt -, um Breitenfelde (Bredenvelde), Niendorf an der Stecknitz (Nigentorp), Woltersdorf (Wolterstorp), Nusse (Nusce), Behlendorf (Behlendorpe), Samekow (Scarbekowe) Klempau (Climpowe), Krummesse (Crumesce), Niendorf bei Berkenthin (Nigentorp),Einhaus (ad unam domum), Giesensdorf (Gieselbregthestorp), Mechow (Mechowe), Mustin - der Ort hieß 1194 bereits genau so wie 1994 - sowie Göttin, Grambek, Gudow mit Kehrsen, Segran und Niendorf am Schaalsee; außerdem Zecher, Langenlehsten, Seedorf und Sterley.

lsfried, "durch Gottes Gnade Bischof von Ratzeburg", verfaßte vor dem 3. April 1194 ein Dokument, das in Kirchen-latein niedergeschrieben worden ist. DerText ist 1863 in Schwerin im I. Band unter Nummer 154 des Mecklenburgischen Urkundenbuchs abgedruckt worden. Man hat sich dabei streng an das "Original im bischöflich Ratzeburgischen Archive zu Neu-Strelitz" gehalten.

Hier einige Auszüge:

§ Nouerit iLaque tarn presenlium, quam posterorum fidelis deuolio, quod, cum fralres Raceburgensis ecclesie canonici sepius .nos instanler sollici-tarent, ut bona episcopalia ad usus eorum perlinere debentia eis exprimere el priuilegio nostro confirmare dignaremur, nos de uirorum prudentum .consilio peti-tionem ipsorum admisimus et in arbitros et in eorum arbitrium tam nos, quam conuentus consenlire fideliter compromisimus. Qui iurati inter episcopum el ecclesiam mansorum, decimarum et aliorum reddituum diuisionem fecerunt, ut in hiis, que propriis sunt exprimenda uocabulis, sub priuilegio nostro gaudeat in perpetuum et fruatur ecclesia, uullam cum episcopo de reliquis bonis super-crescentibus queslionem deinceps habitura. Jn prouintia Raceburgh: in parrochia sancti Georgii ista fralribus assignamus: Rodemozle totam uillam cum censu et decima, Cithene tolum cum suis attinenliis, ad omnia predia in Monte decimam dimidiam, Giselbregthestorp decimam dimidiam, Belendorpe, decimam dimidiam, ad Minus Mankre decimam dimidiam, ad Minus Belendorp. decimam dimidiam, ad Unam Domum. decimam dimidiam, Crummesce decimam diiuidiam, ad Nouam Uillam decimam dimidiam, Climpowe decimam dimidiam, . Pukentorpe decimam dimidiam, Cronesuorde decimam dimidiam... § Quia igiLur ista de communi consensu rationahiliter ordinata sunt, ne quis in posterum de bonis prescriplis aliquam eis inferat molestiam, sub anathemate districte prohibemus, et ut rata permanennt, priuilegio noslro et sigilli nostri inpressione factum nostrwn corroboramvs.

Die Umschrift lautet: + ISFRIDUS DEI GRA RACEBURGENSIS EPA. Dies abgebildete Siegel des Bischofs Isfried von Ratzeburg besteht aus rotem Wachs und ist an einem gelben Seidenfaden befestigt Das Kreuz der Umschrift ist teilweise in einen Zapfen des Stempels eingefügt.
Isfried von Ratzeburg Siegel

Studiendirektor i.R. Hermann Harms aus Ratzeburg hat im Januar 1994 eine Übersetzung vorgenommen, die so wortgetreu gehalten ist, wie es mit Rücksicht auf ein modernes Textverständnis nur irgend möglich ist: " ... Die treuen Gläubigen der Gegenwart und der Nachwelt sollen wissen, da unsere Brüder und Domherren der Ratzeburger Kirche uns häufiger bedrängten, ihnen die bischöflichen Güter, die zu ihren Besitzrechten gehören müßten, ausdrücklich zusprechen und durch unser Privileg bestätigen zu wollen daß wir auf den Rat kluger Männer ihrem Verlangen nachgegeben und daß wir als auch das Domkapitel uns darauf vertrauensvoll verständigt haben, uns hinsichtlich der Schiedsrichter und deren Entscheidung zu einigen. Diese Geschworenen haben zwischen Bischof und Domkapitel eine Teilung der Hufen, der Zehnten und der anderen Einkünfte vorgenommen - und zwar in der Weise, daß das Domkapitel bei den Einkünften, die ausdrücklich zu benennen sind, sich unter dem Schutz unseres Privilegs sich für alle Zeiten dieser Einkünfte freuen und sie nutzen darf, daß es aber von nun an mit dem Bischof wegen der übrigen darüberhinaus gehenden Güter keinen Streit mehr entfachen wird. Im Lande Ratzeburg: ln der Parochie [Kirchspiel. d.R.] St. Georg weisen wir den Brüdern folgende Güter zu: Römnitz: das ganze Dorf mit Zins und Zehnten; Ziethen: ganz mit seinem Zubehör; Neuvorwerk: die Hälfte des Zehnten; Giesensdorf: die Hälfte des Zehnten; Behlendorf: die Hälfte des Zehnten; Klein Anker: die Hälfte des Zehnten; Klein Behlendorf: die Hälfte des Zehnten; Einhaus: die Hälfte des Zehnten; Krummesse: die Hälfte des Zehnten; Niendorf: die Hälfte des Zehnten; Klempau: die Hälfte des Zehnten; Pukentorpe [möglicherweise handelt es sich um Groß Schenkenberg. d.R.]: die Hälfte des Zehnten; Kronsforde: die Hälfte des Zehnten ... Da dieses auf Grund eines gemeinsa-men Beschlusses vernünftig geordnet wurde, untersagen wir unter Androhung des Bannfluches jedem, künftig hinsichtlich der aufgeführten Güter diesen Schwierigkeiten zu bereiten, und damit es gültig bleibt, bestätigen wir unsere Handlung durch unsere Urkunde und den Abdruck unseres Siegels ... "

aus "chronik" 54 / 1994

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Behlendorf

Der Name:

1194: Behlendorf ist in Bischof Isfrieds Schiedsspruch über Steuerzahlungen unter dem Namen Belendorpe aufgeführt. Im Ratzeburger Zehntregister von 1230 ist von Belenthorp die Rede. 
1323: in villa Belendorpe. 
1458: to Belendorpe. 

Dorf von 
Mittelniederdeutsch dorp, 
Neuniederdeutsch Dörp, 
Neuhochdeutsch Dorf. 

ln Wolfgang Laurs Historischem Ortsnamenslexikon von Schleswig-Holstein von 1992 heißt es: Bel(a), ein slawischer Personenname. Vgl. Altpolnisch Bial(a), der zu bely = weiß gehört. 

Hollenbek

Der Name: 

1299/1300: Hollenbek wird erstmals urkundlich mit "in villa Holenbeke" erwähnt.
1499:tom Holenbeke.
1829: Hollenbeck.
1978: Hollenbek. 

Aus dem Niederdeutschen: tom hollen Bek =zum hohlen Bach. Gemeint ist der Bach zwischen hohen Ufern, der in der Gegend von Groß Disnack entspringt und bei Hollenbek das Stecknitztal erreicht. 

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Zeittafel

um 1150 Behlendorf wird Lehen des Ritters Henricus von Belendorpe, der zeitweilig auf dem Gutshof wohnt. Das Dorf ist der römisch-katholischen Parochie St. Georgsberg zugeordnet.
1194 Erstmalige urkundliche Erwähnung von Behlendorf und Klein Behlendorf: In einem Dokument, in dem Isfried von Ratzeburg die Einnahmen aus den Zehnten der ratzeburgischen Stiftsgüter an den Bischof einerseits und ans Domkapitel andererseits aufteilen läßt.
1230/34 Im Zehntregister des Bistums Ratzeburg sind Behlendorf und Klein Behlendorf mit genannt.
um 1250 Mit dem Bau einer Feldsteinkirche wird begonnen.
1319 In Behlendorf existiert eine selbständige Pfarre. Ein Dokument über die Einkünfte aus 19 Kirchspielen bezeugt dies.
1323/70 Godekin Snakenbek besitzt neun Hufen Land in Behlendorf und in Hollenbek, die nach und nach in lübisches Privateigentum übergehen.
1376 Ludeke von Mölln übereignet neun Hufen in Behlendorf und Hollenbek dem lübschen Bürgermeister Thomas Mukerke als Privatbesitz.
1379/82 Marquard von Crummesse verkauft den Behlendorfer See an einen Lübecker Bürger.
1390 Godeke von der Zevenbomen macht eine Stiftung für den Altar im Gotteshaus.
1392 Der lauenburgische Herzog Erich der Jüngere verkauft Hof und Dorf Behlendorf an Detlev Grönow. Klein Behlendorf wird seit dieser Zeit nicht mehr genannt.
1394 Die Familie derer von Crummesse veräußert ihre vormals umfangreichen Besitzungen in Behlendorf.
um 1395 Joh. Reborth gießt die erste Behlendorfer Kirchenglocke.
1414 In Hollenbek werden erstmals lübische Bauern in einer Urkunde erwähnt.
1424 Am 30. April verkauft für 3000 lübische Mark Volquin von Grönow Hof und Dorf Behlendorf, Hof Klein Anker sowie die Dörfer Giesensdorf, Harmsdorf und Albsfelde an die Kaiserlich Freie Reichsstadt Lübeck. Von Grönow sucht auf diese Weise nach Erbteilungen die Schuldverhältnisse innerhalb seiner Familie zu regeln.
1440 Bis zum 28. April ist Behlendorf dem Lübecker Bürgermeister Hinrik Rapesulver in Anerkennung von dessen diplomatischen Diensten verpfändet. Weitere sieben Jahre geht das Pfand an seine Witwe über.
1444 Der lauenburgische Herzog bestätigt den Kaufvertrag von 1424 und spricht „der stad to Lubeke" auch den Behlendorfer See und die Zollhoheit für die Neuerwerbungen zu.
1448 Behlendorf und die zugehörigen Dörfer werden für 200 lübische Mark an Lübecks Bürgermeister Johan Lüneburg verpachtet. Lüneburg ist zugleich Befehlshaber einer hansischen Flotte.
1454 Das für eine Frist von dreißig Jahren eingeräumte Rückkaufsrecht wird hinfällig.
1461 Der Rat der Stadt Lübeck läßt Behlendorf durch einen Vogt verwalten.
1496 Hof Behlendorf „myt dem berchfrede" wird als Pachtgebiet an Hinrike Licher (bis 1504) vergeben.
1505 Asche von Swidelle übernimmt die Pacht.
1511 Friedrich von dem Werder und dessen Frau erhalten Hof und zugehörige Dörfer zur Pacht auf Lebenszeit. Von dem Werder ist zugleich Vogt der lübeckischen Vogtei Mölln.
1541 Die historische Erforschung von Grund und Boden in Behlendorf und Hollenbek setzt ein.
um 1540 Der Frachtweg (Alte Salzstraße) von Mölln über Behlendorf und Hollenbek nach Lübeck wird jahrzehntelang stark genutzt.
um 1550 Der Rat der Stadt Lübeck legt die bislang von ihr im Auftrag direkt durchgeführte Verwaltung Behlendorfs in die Hände der Kämmerei des Staates. Behlendorf wird ein sog. Kämmereidorf. Gebäude, deren Einrichtung und Saatgut gehören den Bauern, die Verkäufe und Verpachtungen aber nur mit obrigkeitlicher Zustimmung vornehmen dürfen. Den Bauern sind Hand- und Spanndienste gegenüber staatlichen und kirchlichen Organen auferlegt. Die Vergabe geistlicher und weltlicher Lehen erfolgt durch die Republik Lübeck, die auch die niedrige und höhere Gerichtsbarkeit ausübt.
1566 Nach Dr. Martin Luthers Reformation werden fortan lutherische Prediger der Gemeinde zugeordnet.
1560 Rittmeister Joachim Dechow wird 1560 Hofpächter;
1570 1570 folgt ihm Jochen von Pense.
1573 Für 120 lübische Mark Jahrespacht wird dem Rittmeister Ludwig Winterfeldt der Hof überlassen. In seinem Pachtvertrag ist letztmalig das ständige Abhalten von Gerichtstagen in Behlendorf festgelegt.
1580 Für das Gotteshaus wird ein großer Abendmahlskelch angeschafft.
1590 Die Lauenburgische Kirche führt ohne Rechtsgrundlage eine Visitation durch, um den Anschein zu erwecken, die Gemeinde gehöre ihr an.
1593 Eine Küsterschule wird eingerichtet.
1603 Die Kirchenfenster werden mit 39 Wappen geschmückt, darunter denen der Lübecker Bürgermeister und Ratsherrn Brockes, von Wickede, von Höveln, van Stiten und Plönnies.
1606 Am 22. Mai legt Zacharias Fischer seinen Eid als Untervogt ab; der (Ober-) Vogt verlegt seinen Sitz nach Ritzerau.
1618/48 Dreißigjähriger Krieg. Den Evangelischen befreundete Truppen quartieren sich zeitweise in Behlendorf ein. Ochsen, Pferde, Schweine, Schafe, Gänse, Enten, sämtliche Hühner und alles Getreide werden beschlagnahmt, sodaß sogar „die Mäuse des Hungers krepieren müssen".
1625 Kaiserlich-katholische Truppen unter Graf Ernst von Mansfeld ziehen plündernd gen Behlendorf, dessen Gemeinde 300 Seelen zählt.
1635 Dätmar Hagen übernimmt Hof Behlendorf auf fünf Jahre zur Jahrespacht von 3100 lübische Mark. Sein Viehstapel umfaßt 16 Kühe, 36 Schweine und 370 Schafe. Daniel Stapel, Reimer Nikolaus Stapel, Major Johann Krämer und Gerhard Nehrmann sind Nachfolgepächter.
1635 Katharina Brosius geb. Warendorp stiftet am 25. Oktober der Kirche einen frühbarocken Altaraufsatz. Auch die im Renaissancestil gehaltene Kanzel ist eine Brosiusstiftung.
1638 42 Menschen sterben an der Pest.
1639 116 weitere Behlendorfer werden von der Seuche dahingerafft.
1642 Visitation durch die Lübeckische Landeskirche.
1645 Auf dem Brink steht in diesen Jahren eine sogenannte Vogelstange; alljährlich findet ein Vogelschießen statt.
1660 Vollendung eines hölzernen Glockenturms an der westlichen Giebelseite des Gotteshauses.
1671 Pächter des Hofes: Berent Schuhmacher von Ritzerau.
1690 Pastor Heinricus Lübbert läßt einen Behlendorfer Katechismus drucken.
1694 Der neue Hofpächter Jürgen Schumacher erhält - wie alle lübschen Kämmereigutspächter - den Titel Amtmann. Sein Hof ist auf der Landseite mit Wall und Graben, vier Zugbrücken sowie zwei Kanonen geschützt. Im Brauhaus wird Bier gebraut, das in den Amtsdörfern getrunken werden m u ß. Behlendorfs Pastor klagt, daß das Bier oft zu dünn gerät.
1695 Die Lübecker Kämmereiherren erlassen eine Schulpflichtverordnung.
1701 Der Taufstein in der Kirche wird durch einen Taufengel ersetzt.
1704/08 West- und Südseite des Kirchenschiffs werden durch breite gemauerte Strebepfeiler abgestützt.
1713 Im Nordischen Krieg (1700 bis 1721) wird Behlendorf besonders von dänischen und polnischen Truppen heimgesucht, die als Verbündete gegen den schwedischen König Karl XII. auftreten. Die Polen hausen so schlimm, daß der Feldzug den Namen Polackenkrieg erhält. Vom 24. bis 26. Juni 1713 logiert der russische Generalleutnant Bauer mit seinem Gefolge auf Hof Behlendorf. Dessen Verpflegung kostet 300 lübische Mark. 600 Reichstaler Entschädigung werden von der Kämmerei zugestanden.
1719 Schumacher stirbt. Seine Frau Engel Elisabeth Schumacherin setzt die Pachtung für ihre Söhne auf zweimal je zehn Jahre fort.
1724 Bernhard Schumacher erhält den Hof.
um 1730 Viehseuchen wüten jahrzehntelang immer neu. Insgesamt gehen 36 Ochsen, 28 Kühe, 8 Pflugochsen, 2 Bullen und 16 Stück Jungvieh in Behlendorf daran zugrunde.
1745 Albsfelde wird als Meierhof dem Hof Behlendorf beigelegt. Amtmann Jürgen Heinrich Nanne, „ein strenger und fleißiger Mann", führt die Pachtung von Hof und Dörfern 1744 bis 1769.
1751 Ein Pfarrhof ist entstanden.
1769 Am 28. August wird bei einem öffentlichen Termin die Hofpachtung an Johann Johannsen aus der Ahrensböker Gegend vergeben.
1770 Die beiden größeren der drei Kirchenglocken werden im Herbst umgegossen.
1772 Am 7. September trifft ein Blitz eine korngefüllte Scheune auf dem auf einer Landzunge am See gelegenen Hof. Nahezu alle Gebäude brennen nieder. Dem Pächter wird die Jahrespacht erlassen. Er stirbt bald darauf zu Albsfelde, wohin er ausgewichen ist.
1773 Die Amtmannswitwe veranlaßt Vermessungen und betreibt eine Verkoppelung in 12 Schläge. Der Hof wird an anderer Stelle am See südlich vom Dorf wieder aufgebaut. Diese Arbeiten führt Lübecks Stadtbaumeister Johann Soherr aus. Finanziell kann die Amtmännin die Schäden der Feuersbrunst nicht voll ausgleichen.
1778 Am 2. November wird das Gut auf zehn Jahre an Carl Ludwig Hundt aus dem Mecklenburgischen verpachtet. Er setzt die Verkoppelung fort. Hundt betreibt später einen für ihn wenig erfolgreichen Prozeß gegen die Kämmerei vor dem Reichskammergericht.
1779 Auf dem Gut werden von den dienstpflichtigen Bauern aus den Amtsdörfern 3250 Spanntage und 1560 Handtage geleistet.
1788 Meierhof Albsfelde wird von Hof Behlendorf getrennt.
1788 Die 1. Verkoppelung (Aufteilung und Vermessung der Flächen) wird durchgeführt.
1789 J. G. Böhme wird am Maitag Hofpächter. Er wird Amtmann durch Dekret des lübeckischen Rats und hebt die Spanndienste auf. Die Verkoppelung wird abgeschlossen. Sechs Kätner und acht Insten müssen weiterhin Handdienste leisten.
1790 Im Gottesdienst werden durch obrigkeitliche Verordnung die lateinischen Stücke der Liturgie und die Kollekte abgeschafft. Alle Sonn- und Festtagsgottesdienste beginnen mit einem Morgenlied und dem Choral „Allein Gott in der Höh sei Ehr'. Nach der Predigt werden die öffentliche Beichte und Absolution verlesen.
1791 Das Brauhaus brennt am 1. September nieder. Wegen des Schadens und der Regelung der Hofdienste führt der Amtmann persönlich zwei für ihn erfolgreich verlaufende Prozess gegen die lübeckische Kämmerei.
Um 1795 Förster J. A. Stockmann vertritt mit Bravour als lübeckischer Beamter immer wieder die Belange seines Dienstherrn bei zugleich meist geschicktem Umgang mit den Untertanen.
1797 Die Taufzeremonie wird verbindlich nach dem lübeckischen Kirchentaufbuch vom 29. Juni vorgeschrieben, das wiederum auf einer Regelung von 1751 und auf Luthers Taufbüchlein von 1523 fußt.
Um 1800 Küster August Chr. Lippe unterrichtet als Schulmeister unter schwierigen Verhältnissen hundert Kinder.
1803/04 Wegen einer Tränke am Mühlenbach entbrennt ein Streit des Pastors und der Gemeinde Behlendorf mit dem Müller zu Anker.
Um 1805 Ein neues Herrenhaus wird gebaut.
1809 Die Natural-, Hand- und Spanndienste der Untertanen werden künftig durch Geldzahlungen abgegolten.
1811 Die Republik Lübeck wird mitsamt Behlendorf Napoleons Kaiserreich Frankreich im Arrondissement Lübeck des Departements der Elbmündung einverleibt. Das Kirchenarchiv ist„zugrundegangen'.
1812 Das französische Gouvernement requiriert Feldfrüchte und Bier.
1813 Drei Monate lang französische Beschlagnahmungen von Vieh und Erntegut. Sogenannter Schanzlohn muß entrichtet wer den. Anfang Dezember befreit ein schwedisches Streifkorps Behlendorf.
1814 Nach der Niederwerfung Napoleons I. führt der wiedererstandene Staat Lübeck die alte Ämterverfassung wieder ein.
1826 Der vormalige hanseatische Kavallerieleutnant Georg Eduard Böhme übernimmt für 5225 lübische Mark Jahrespacht den Hof. Der Amtmann erbaut eine eigene Ziegelei an der Stecknitz.
1835 Lehrer Schlösser sendet erstmals Beiträge einiger Behlendorfer an den Lübecker Verein zur Beförderung der Verbreitung des Christentums unter den Heiden.
1838 Behlendorfs Förster Bilderbeck gräbt in den Albsfelder Tannen einen von fünf bronzezeitlichen Hügelgräbern aus.
1840 Im zurückliegenden Jahrzehnt hatte die Kirchengemeinde durchschnittlich jährlich 22 Täuflinge zu verzeichnen. Die Zahl der Trauungen lag bei 4. Jährliche Begräbnisse etwa 12.
1842 In Behlendorf gibt es 6 Vollhufner, 6 Drittelhufner und 4 Sechstelhufner; in Hollenbeck (seit 1829 mit -ck geschrieben) 5 Dreiviertelhufner, 1 Halbhufner und 1 Sechstelhufner. Außerdem befindet sich dort eine frühere Papiermüllerstelle.
1842 Eine grobe Steinzeitaxt wird auf einem Acker gefunden und dem (St.-Annen-) Museum in der Hansestadt Lübeck geschenkt.
1843 In einem lübeckischen Buch über die Gottesdienstordnung wird Kritik geübt, daß in Behlendorf „seit langem wesentliche Stücke aus der lauenburgischen Ordnung aufgenommen und beibehalten sind"; gemeint ist die niedersächsische Kirchenordnung.
1844 Franz Christian Röver erhält am 7. Oktober den Zuschlag für die Hofverpachtung. Der Titel Amtmann wird von ihm - aus freien Stücken - nicht mehr geführt. Dabei bleibt es.
1845 Nachfolger auf dem Hof wird am 1. Mai Friedrich Wilhelm Kaiser. Er führt landwirtschaftliche Reformen durch und verdoppelt den Viehbestand. Der Zwang für die Bewohner umliegender lübscher Dörfer, Bier und Branntwein ausschließlich auf Hof Behlendorf zu kaufen, entfällt.
1853 Adolf Rodde aus Lübeck ist der nächste Hofpächter.
1857 Neubau des Schulhauses auf dem neben der Kirche liegenden Küsterland.
1859/62 Rodung des alten Eichen- und Buchenwalds auf dem Heidberg. Steinzeitliche Hünengräber werden freigelegt.
1863 Der Senat der Freien und Hansestadt Lübeck gestaltet das kirchlich geprägte in ein staatlich gelenktes Landschulwesen um.
1865 Hermann Gerhard de Vohs übernimmt am 28. September den Hof.
1866 Instandsetzungsarbeiten im Gotteshaus.
1868 Anschaffung einer Kirchenorgel.
1870 Zur Kirchengemeinde gehören außer Dorf und Hof die Papier- und die Frankenmühle, Hollenbeck, ein Haus in Albsfelde und die Ortschaft Anker mit Sandfeld. Im Kirchspiel wohnen 129 Familien mit 625 Menschen. Joh. Friedrich Chr. Oltmann ist Besitzer einer Korn-Windmühle zu Behlendorf. Auf dem Behlendorfer Hof wohnen 17 Familien mit 100 Menschen.
1877 Am 1. Mai wird für zweimal 21 Jahre Carl Heinrich August Lorenz Pächter des Hofs.
1881 Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr am 1. April. Der Gutsherr wird Hauptmann. Mitgründer ist der zum Gemeindevorsteher berufene Gastwirt und Landmann Hans-Hinrich Ehlers, der dann auch von 1890 bis 1919 der Bürgerschaft des Landes Lübeck angehört. Ehlers ist und bleibt bis 1920 Gemeindevorsteher.
1882 Das Culturhistorische Museum im Staat Lübeck kauft für 25 Reichsmark den Behlendorfer Taufstein aus der Zeit vor 1330, der zuletzt bei einem Schmied zum Kühlen glühender Eisenradreifen in Gebrauch gewesen ist.
1893 Für das Gotteshaus mit seinem rechteckigen Chorabschluß und der angebauten Sakristei wird am 8. Oktober ein Turm aus Ziegelsteinen mit schiefergedecktem Dach eingeweiht. Der alte Holzturm ist baufällig geworden. Die drei Glocken erhalten einen Glockenstuhl aus Eisen.
1897 Nach dem Tod des vorigen Pächters wird zum Maitag 1897 dem mecklenburgischen Landwirt Heinrich von Meibom die Pacht übertragen.
1898 Bei der Ausbaggerung des Elbe-Trave-Kanals wird eine frühgeschichtliche Hirschgeweihaxt geborgen.
1899 Im Innern der Behlendorfer Kirche werden frühgotische Wand- und Gewölbemalereien entdeckt.
1900 Am 16. Juni wird der Elbe-Trave-Kanal eingeweiht. Die Behlendorfer Schleuse liegt bei km 16,52 und hat eine Hubhöhe von 1,65 Metern.
1901 Nach Reparaturarbeiten erhält die südliche Vorhalle der Kirche einen neuen Giebelabschluß.
1901 Die Feuerwehr erhöht ihren Mitgliedsbeitrag für die 27 aktiven und 10 passiven Mitglieder von bisher vierteljährlich 20 auf 30 Reichspfennige.
1904 31 Feuerwehrleute feiern im Stil des wilhelminischen Kaiserreichs (1871/1918) den Geburtstag des deutschen Kaisers Wilhelm II. und trinken dabei 100 Liter Bier.
1906 Die Kanalfähre zwischen Hollenbeck und Hudeberg/Göldenitz wird aufgehoben.
1913 Behlendorfs Kriegerverein schafft sich eine Fahne mit dem lübschen Hanseatenkreuz an.
1914/18 Im Ersten Weltkrieg bleibt in der durch zahlreiche Einberufungen zum Militärdienst geschwächten Feuerwehr keine Zeit zum Protokollschreiben.
1917 Die beiden kleineren Kirchenglocken werden an die Metall-Mobilmachungsstelle zum Kanonengießen abgeliefert.
1920/22 Die Gemeindevertretung beschäftigt sich in der Weimarer Republik (1919 bis 1933) zunächst mit Angelegenheiten der Schäferei und des Nachtwächters.
1921 Ernst Päpcke wird zum Gemeindevorsteher gewählt. Er ist gleichzeitig Standesbeamter der Gemeinde.
1922 Verbandstag des Landeskriegerverbandes Lübeck mit Fahnenweihe des Kriegervereins Behlendorf.
1923 Die Inflation führt zur Festsetzung des Weidegelds für ein Schaf im Oktober auf 1 Milliarde Mark. Bald darauf wird nur noch Korn als Währung akzeptiert.
1924 Der Spuk der Geldentwertung ist vorüber: „Schafgeld ä Stück M 0,75".
1925 Das Evangelische Gemeindeblatt erscheint seit längerem und 1925 bis in die dreißiger Jahre mit einer Ausgabe für Nachrichten aus der Kirchengemeinde Behlendorf.
1928 Die Feuerwehr erhält ihre erste Motorspritze.
1928/29 In einer Sandgrube am Taubenberg wird eine Urne aus der Eisenzeit gefunden.
1932 Hans Ross aus Lambrechtshagen bei Rostock übernimmt das lübsche Gut. Ein Freiwilliger Arbeitsdienst führt im August Chausseearbeiten durch.
1933 Auftakt zum Dritten Reich (1933 bis 1945): Feuerwehrleute und Mitglieder des Kriegervereins pflanzen eine Hitlereiche.
1934 Ein Apotheker aus Bad Oldesloe entdeckt auf einem Acker eine steinzeitliche Siedlungsstelle.
1934 Statt Feuerwehrhauptmann heißt es jetzt Wehrführer.
1935 Eine reichseinheitliche Gemeindeordnung wird in Kraft gesetzt: Der Gemeindevorsteher heißt jetzt Bürgermeister.
1935 Im Austausch mit Lübeck-Schönböcken wird Hof Behlendorf im März zum Gut der Heiligen-Geist-Stiftung in Lübeck, weil der Senat des Landes Lübeck hofft, dadurch einer Enteignung des bisherigen Stadtguts durch die nationalsozialistische Reichsregierung zu entgehen.
1935 Bau einer Seilbahn für den Lehmtransport von Niendorf zur Behlendorfer Ziegelei.
1936 Der Elbe-Trave-Kanal wird am 22. Februar in Elbe-Lübeck-Kanal umbenannt.
1937 Durch das von Reichskanzler Adolf Hitler unterzeichnete Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen wird die Eingliederung des Landes Lübeck und damit auch Behlendorfs zum 1. April ins Land Preußen und dessen Kreis Herzogtum Lauenburg erzwungen. Die Behlendorfer Feuerwehr wird als Halblöschzug 7 der St. Georgsberger Wehr eingeteilt. Bürgermeister Paul Päpcke beginnt am 7. Mai mit einem neuen 64seitigen Niederschriftbuch über seine Beratungen mit den Gemeinderäten gemäß Vorschrift der Deutschen Gemeindeordnung.
1938 Am 10. Januar Gemeinderatsbeschluß zum Bau eines reetgedeckten Hitlerjugendheims als Jugendherberge am See. Bei Flurbegehungen werden an neun Stellen steinzeitliche Gerätschaften aufgespürt.
1940 Feuerwehrleute kontrollieren laufend die Verdunkelung, die nach Beginn des Zweiten Weltkriegs (1939/45) wegen der Furcht vor alliierten Luftangriffen befohlen ist.
1941 Viele Feuerwehrkameraden sind bereits im Wehrdienst. Die Hitler-Jugend soll jetzt im Feuerwehrdienst ausgebildet werden.
1945 Im März detonieren Fehlwürfe eines britischen Bomberverbands bei Hollenbeck; eigentlich sollte die Berkenthiner Eisenbahnbrücke getroffen werden. In den letzten Apriltagen dringt von der Elbe das Grollen schwerer Artillerie herüber. Die großdeutsche Wehrmacht steht vor dem Zusammenbruch. Am 1. Mai legen Reste der deutschen 245. Division bei Kühsen die Waffen nieder. Der Abschnittskommandant in Behlendorf rückt ab. Beim Einmarsch der britischen Truppen am 2. Mai leben in Behlendorf 275 Einheimische und 367 Flüchtlinge, die aus Angst vor Sowjets und Polen die Heimat verlassen haben. Die Fahne des Kriegervereins wird im Kirchturm versteckt. Eine Besatzungskommandantur wird eingerichtet. Auf mehreren Wiesen am See lagern zusammengepfercht monatelang zigtausende kriegsgefangene deutsche Soldaten. Behlendorf wird für kurze Zeit mit 12 anderen Gemeinden einer Bezirksbürgermeisterei Mölln zugeordnet.
1945 Bürgermeister Ernst Päpcke eröffnet am 27. Oktober die erste Gemeinderatssitzung der Besatzungszeit (1945/49). Es wird beschlossen, bei der britischen Militärregierung um die Ausnahmegenehmigung von einigen Passierscheinen für die Zeit der befohlenen nächtlichen Sperrstunden zu bitten.
1946 Am 11. Januar setzen die Besatzer die von der von ihnen ernannten Lübecker Bürgerschaft erneuerte lübeckische Landessatzung von 1920 sofort wieder außer Kraft.
1946 Die Gemeindevertretung tagt am 4. Juli im Haus von Bürgermeister Wilhelm Bartels, der am 29. September offiziell gewählt wird. Behlendorf wird dem Amt St. Georgsberg zugeteilt.
1947 Brennstoffkarten werden ausgegeben. Ein Ausschuß zur Betreuung der Flüchtlinge aus den deutschen Ostprovinzen wird gebildet.
1948 Die Flügel der Oltmannschen Windmühle werden wegen Baufälligkeit abgenommen und nach Alt-Mölln gebracht.
1948 Zum 30. Juni gliedert der lauenburgische Kreistag Behlendorf ins Amt Berkenthin ein.
1948 Wilhelm Niemann wird am 11. November zum Bürgermeister gewählt. Wegen eines Formfehlers muß die Wahl am 11. Dezember in der Gastwirtschaft Lahtz wiederholt werden. Er amtiert bis 1966.
1949 Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bessert sich die Versorgungslage.
1953/55 Renovierung des Gotteshauses.
1954 Die bislang selbständige altlübsche (bis 1937) Gemeinde Hollenbeck wird Ortsteil der Gemeinde Behlendorf.
1956 Das Bundesverfassungsgericht bezeichnet das Großhamburggesetz als weiterhin „rechtlich wirksam" und lehnt eine Volksabstimmung deswegen ab.
1961 Ein neues Taufbecken wird aus einem Eichenbalken der kurz vorher abgerissenen Pfarrscheune geschnitzt.
1965 Die Behlendorfer Ziegelei wird stillgelegt.
1966 Ingrid und Jochen Schumacher pachten den Gutshof.
1966 Am 5. April wird Adolf Martens zum Bürgermeister gewählt.
1967 Neubau eines Pastorats.
1969 Die Dorfschule wird zum 15. August aufgelöst. Die Kinder aus Behlendorf und Hollenbeck besuchen künftig die Dörfergemeinschaftsschule in Berkenthin.
1969 Verschmelzung (Übernahme) der Meiereigenossenschaft Lankau-Behlendorf mit der Hansa-Meierei Lübeck.
1970 In der Gemeinde gibt es 22 landwirtschaftliche Betriebe.
1971 Der alte Zeltplatz wird aufgelöst. Es gründen sich die „Behlendorfer Campingfreunde e. V." auf einem neuen Platz mit einem neuen Vereinshaus.
1975 Am 12. Dezember beschließt die Gemeinde eine Dorferneuerung mit Flurbereinigung, Wasserversorgung, Entwässerung sowie Sanierungen und anderen Baumaßnahmen.
1976/86 Flurbereinigungen
1977 Die Gemeindemitglieder votieren nach Gründung der Nordelbischen Kirche für eine Zugehörigkeit zum Kirchenkreis Lübeck. Dies Ergebnis wird 1986 bestätigt.
1978 Baubeginn für Trinkwasserversorgung und Ortsentwässerung.
1978 Zum Neujahrstag werden die evangelisch-lutherischen Gemeinden Behlendorf und Nusse zu einer Gemeinde mit zwei Pfarrstellen zusammengelegt.
1978 Die ursprüngliche Schreibweise von Hollenbeck nur mit -k wird wieder eingeführt.
1983 In der Nacht vom 4. September brennen (vermutlich durch Brandstiftung) zwei reetgedeckte Häuser Am Brink nieder. Dabei wird das frühere lübsche Forstgebäude völlig und das Bauernhaus Röhr bis auf die Grundmauern zerstört.
1989 Im Gemeindebezirk gibt es neben dem Gut noch 5 landwirtschaftliche Betriebe.
1990 Behlendorf wird beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" Schönstes Dorf im Kreis Herzogtum Lauenburg.
1991 Behlendorf wird Schönstes Dorf in Schleswig-Holstein und erhält eine Silberplakette beim Bundeswettbewerb der schönsten Dörfer Deutschlands.
1992 Zum August wird ein Kindergarten der Kirchengemeinde fertig.
1993 Schleswig-Holsteins Innenministerium genehmigt Wappen und Flagge der Gemeinde Behlendorf. Die Entwürfe erfolgten in Anlehnung an das Siegel des Ritters Detlev van Parkentine van Belendorpe.
1994 Zweijährige Restaurierungen in der Kirche und am Turm sind abgeschlossen.
1994 Mit Bezug auf die erste urkundliche Erwähnung Behlendorfs findet Anfang September eine 800-Jahr-Feier statt.

Die Behlendorfer Zeittafel (bis 1994) hat Jochen Düring aus Sierksrade zusammengestellt. Die einzelnen von ihm ausgewählten Zahlen und Fakten erheben nicht den Anspruch, eine lücken- und fehlerlose Datendokumentation zur Historie Behlendorfs zu sein.
Sie entstand in Vorbereitung auf ein größeres Werk, das leider nicht vollendet wurde, da sich der "gesammtbehlendorfische Stoff als derart umfangreich, in sich verwoben und verschachtelt" herausstellte, dass eine Fertigstellung in wissenschaftlich-journalistisch gebotener Weise in einem annehmbaren Zeitrahmen nicht mehr möglich war.

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